
„Wir sind Papst!“ – so titelte damals zur Wahl von Ratzinger zum Papst die Bildzeitung und zeigt deutlich die Verbindung von Religion und Nationalbewusstsein. Religion spielt eine entscheidende Rolle bei der Entstehung ethnischer und nationaler Identität, bei Prozessen der Assimilation oder Abgrenzung von anderen Gruppen. Soziale, politische oder ökonomische Krisen bedrohen die Identität und Einheit einer Gruppe mit Migrationshintergrund in der Diasporasituation. Die Folge ist entweder die Assimilation oder der Prozess ethnischer und nationaler Identitätsbildung – unter Berufung auch auf die religiöse Tradition. Beispiele dafür sind z. B. der Nativismus bei den sog. Naturvölkern (eschatologische, messianische oder prophetische Bewegungen) oder auch der Fundamentalismus. Der Vortrag mit PowerPoint-Präsentation geht schwerpunktmäßig auf folgende Punkte ein:
• Nationale und religiöse Identität in der Diasporasituation
• Fundamentalismus
• Religion und Politik
Es referiert: Dr. Ulrike Peters
Der angekündete Vortrag von Steffen Rink
muss wegen Krankheit verschoben werden.
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